Die diesjährigen DEMO-Tage bei HYDREMA sind Geschichte. Aber eine Geschichte, an die sich sehr viele Besucher erinnern werden. Vertriebsleiter Martin Werthenbach gibt einen kurzen Bericht:
„Die DEMO-Tage bei HYDREMA begannen mit einem fürchterlichen Schauer-Wetter in der Aufbauphase mit dem die Mannschaft umgehen musste. Über 26 l/m² am Tag sind da zeitweise heruntergekommen und es schüttete tatsächlich wie aus Eimern. Da war dann nicht nur der Aufbau des Air-Domes eine Herausforderung, sondern auch das Demo-Gelände stand komplett unter Wasser.
Zum Glück war dann das Wetter am Freitag gnädig und es blieb, bis auf wenige leichte Schauer am Morgen trocken. Der Matsch auf dem Demo-Gelände konnte allerdings nicht besser angelegt sein, um zu zeigen, was der Star des Tages, der neue DT22, aber auch alle seine kleinen Brüder können. Die Demo-Strecke mit entsprechenden Tiefen und Schrägen, sowie der Hügel mit der anschließenden Senke wurde von allen Dumpern ohne Probleme durchfahren. Selbst der Elektro-Dumper, der DT6, machte da keine Ausnahme und fuhr tapfer alle Strecken mit. Die Tatsache, dass wirklich jeder Besucher in einen Dumper einsteigen durfte und dass keiner der zum großen Teil ungeübten Fahrer im Matsch stecken geblieben ist, zeigte einmal mehr die Qualitäten unserer Maschinen.“
Der DT22 jedenfalls mit seiner hochmodernen und Trend-setzenden Kabine war nur ein Höhepunkt der Veranstaltung. Der Werksrundgang, der am Freitagvormittag während der laufenden Produktion durchgeführt wurde, war ein anderes Highlight des Tages. Hier konnten die Besucher sehen, mit welcher Präzision, aber auch mit welcher Fertigungstiefe bei HYDREMA Maschinen hergestellt werden. Nach dem Motto, <<Brennen war gestern, heute wird nur noch geschnitten>>, zeigte man moderne Lasertische, hochmoderne Bohrwerke und sogar ein mannloses Bohrzentrum, sowie eine durch eine Lackierstraße von der Stahlbearbeitung getrennte hocheffiziente Montagehalle mit Taktstraßen für den Bau von Maschinen und Kabinen. „Am Ende der Werksführung waren die meisten Besucher hoch beeindruckt und es gab nicht selten freiwilligen Applaus für die Gelegenheit, diese Produktion besichtigen zu können. Der VDBUM – Stammtisch hatte sich mit über 40Teilnehmern angemeldet und wenn auch nicht jeder gekommen ist, so war es doch offensichtlich eine so große Gruppe, wie sie lt. VDBUM – Verantwortliche selten in der Größe zusammenkommt“ berichtet Werthenbach weiter.
Ein weiteres Highlight auf dem Demo-Gelände war die Leistungsschau des MX20G. Mit musikalischer Untermalung präsentierte sich der kompakteste 20 Tonnen – Mobilbagger am Markt und zeigte sich mal kompakt und mal groß und kräftig. Laut Werthenbach eben ein perfekter Verwandlungskünstler: „Seit über 13 Jahren ist der MX im Visier auch vieler Marktbegleiter, die sich alle mal hier mal dort versucht haben, etwas vom Konzept der Maschine abzuschauen. In der Gesamtheit seiner Werte ist es bis heute aber niemandem gelungen. Die hohen Leistungswerte, vor allem die Mehrpumpenhydraulik, bleiben genauso unerreicht, wie die große Kabine der Maschine. Der MX20G ist der mit Abstand kompakteste 20 Tonner am Markt der Mobilbagger und wenn er in der Show zum Höhepunkt das schwere Gewicht, samt angebautem Grabenräumlöffel in die Luft hebt und dann fast 10 Tonnen in die Höhe streckt, sind vor allem die Fachleute unter den Zuschauern überrascht und verblüfft zugleich.“
Auf dem Demo-Gelände waren aber alle MX-Bagger für Testfahrten verfügbar und mit Ihnen ganz viele verschiedene Anbauwerkzeuge. Vom Sieblöffel über Brecher, ein Hydraulikmagnet, Tiltrotatore und Verdichterplatten. Es gab eigentlich nichts, was man nicht hätte ausprobieren dürfen.
Und selbst den MX-Rail hat HYDREMA nach Deutschland geholt und damit ein Versprechen eingelöst, dass man vielen Fahrern auf der BAUMA versprochen hatte. Hierzu erläutert Werthenbach: „Wir hatten auf der BAUMA sehr viele Kunden aus Deutschland, die uns darum gebeten haben, den MX-Rail, der in Skandinavien Marktführer auf den Gleisen ist, einmal fahren zu dürfen. Da wir uns auch fest vorgenommen haben, den Bagger mit einer Bahnlizenz für Deutschland weiterzuentwickeln, lag es nahe, die Gelegenheit zu nutzen, bei dieser Veranstaltung die Maschine für Fahrten auf dem eigenen Werksgleis zur Verfügung zu stellen. Und tatsächlich kamen sehr viele kompetente Gleisbaufirmen und Baggerfahrer, die diese Chance nicht verpassen wollten. Nun war es aufgrund des bereits erzielten Erfolges in Skandinavien nicht verwunderlich, dass viele Fahrer schnell die Vorzüge der Maschine erkennen würden, aber die überwältigende Zustimmung für die Maschine begeisterte ebenfalls die nach Deutschland angereisten Konstrukteure aus Dänemark.“
Jan-Henrik Weigel, ein selbstständiger Zweiwegebaggerfahrer, der seit mehreren Jahren mit der Firma Weigel Railservice deutschlandweit unterwegs ist und insgesamt auf über 17 Jahre Erfahrung im Zweiwegebagger-Einsatz zurückblickt, hat den Kontakt zu HYDREMA auf verschiedenen Messen gesucht. Er bekam jetzt die Gelegenheit als Vorführer und Sprecher der anreisenden Fahrer die Maschine zu erklären. „Ich habe sehr viele Vorzüge der Maschine erkannt und musste mich in sehr kurzer Zeit auch mit ein paar Besonderheiten an der Maschine auseinandersetzen, die wir in Deutschland so nicht kennen. Ich konnte in der sehr kurzen Einführungsphase mit den dänischen Konstrukteuren die Punkte herausarbeiten, die man ändern sollte, um im deutschen Markt dem Großteil der Fahrer die gewohnte Arbeitsweise mit der Maschine zu bieten, denn nicht alle Fahrer werden sich umgewöhnen wollen.“ Er war dann immer der Mitfahrer in der Doppelkabine, und konnte von hinten dann entsprechende Informationen nach vorne an den Fahrer geben, wenn mal wieder ein neuer Fahrer die Maschine ausprobieren wollte.
In einem zweiten Teil der Rail-Demo wurde mit dem Bagger und entsprechendem Werkzeug von OilQuick in einer Musterbaustelle das überalterte Gleis ausgebessert. Alte morsche Schwellen wurde gegen neue Schwellen ausgetauscht. Hierfür war ein Bautrupp der Firma Gleisbau Bautzen GmbH angereist, um mit ihrem mitgebrachten Werkzeug den Arbeitsprozess mit dem Bagger zu demonstrieren. Baggerfahrer Sandro Seifert hatte mit der angesprochenen Umgewöhnung überhaupt kein Problem und konnte mit seinen Kollegen den Prozess vorbildlich und sehr souverän darstellen. Und so war auch diese Rail-Demo ein echtes Highlight des ganzen Tages.
„Eigentlich ist es schwer, im Nachgang festzumachen, welches der Highlights die höchste Beachtung unter den Besuchern hatte, denn jedes Element für sich war für alle höchst eindrucksvoll. Wir haben am Samstag dann auch den Kollegen aus der Produktion die Gelegenheit gegeben, ihren Familien und Freunden ihren Arbeitsplatz und die Produkte zu zeigen, an denen sie arbeiten. Mit großem Stolz saßen auch sie dann in den Dumpern, die von ihnen in Weimar gefertigt werden. In Summe war es also für alle ein eindrucksvoller Tag, der entweder einem Produktionsmitarbeiter, einem Händler, oder auch einem Kunden vielleicht eine neue Sichtweise auf das Produkt und die Marke HYDREMA gegeben hat. Für uns aber gibt es den Anschub, den Zweiwegebagger so schnell als möglich für den deutschen Markt weiterzuentwickeln.
Auch wenn viele Kunden tatsächlich, wie in Skandinavien, ohne Abstützungen arbeiten, so gilt zum Beispiel, dass der überwiegende Teil in Deutschland eine Abstützung fordert. Diese Präsentation ist die Initialzündung für eine weitere Stufe in dem Prozess der Bahnabnahme. Wir sind erneut ermutigt worden, weiterzumachen und wir werden auch nicht nachlassen, auch wenn wir in Deutschland einen schweren Weg zu gehen haben, um den Bagger auf die Schiene zu stellen. Aber eines ist ganz sicher; an diese Demo-Tage werden wir uns noch lange gerne erinnern.“